Kurzzeitgedächtnis in Bedrock AgentCore: Preis pro Gigabyte statt pro Ereignis
AWS hat die Abrechnung des Agentengedächtnisses in Amazon Bedrock AgentCore geändert. Das Kurzzeitgedächtnis (STM) – der Kontext, den ein Agent innerhalb einer Sitzung hält – wird jetzt nach den Daten berechnet, die Agenten aufnehmen, abrufen und speichern. Das ersetzt den bisherigen Pauschalpreis pro Ereignis. Das Langzeitgedächtnis, das Wissen über Sitzungen hinweg trägt, behält seine bisherigen Preise.
Die neuen Preise. STM wird in drei Dimensionen abgerechnet:
- Aufnahme zu 1,00 US-Dollar pro GB;
- Abruf zu 0,20 US-Dollar pro GB;
- Speicherung zu 0,10 US-Dollar pro GB-Monat.
Aufnahme und Abruf werden pro Ereignis berechnet, mit einer abrechenbaren Mindestgröße von 12 KB und einer Höchstgröße von 64 KB. Die Speicherung folgt der tatsächlichen Größe jedes Ereignisses.

Wer weniger zahlt. Laut AWS sinken die Kosten für die meisten Lasten, am stärksten bei kleinen Nutzdaten – gemeint sind Agenten, die häufig kleine Ereignisse schreiben und beim Pauschalpreis für wenige Bytes so viel zahlten wie für große Nutzlasten. Die Untergrenze begrenzt diese Ersparnis: Ein Ereignis unter 12 KB wird bei Aufnahme und Abruf weiter als 12 KB berechnet.
Wer nachrechnen sollte. Die Obergrenze von 64 KB wirkt umgekehrt: Agenten mit großen Ereignissen zahlen bei Aufnahme und Abruf höchstens 64 KB pro Ereignis, während die Speicherung der echten Größe folgt. Wer Gedächtnis lange aufbewahrt, zahlt das über die Speicherdimension; AWS nennt eine kürzere Time to Live (TTL) für Gedächtnisressourcen als Stellschraube.
Verfügbarkeit. Die verbrauchsabhängigen Preise gelten in allen AWS-Regionen, in denen AgentCore Memory angeboten wird. Details stehen auf der Preisseite von Amazon Bedrock AgentCore.
Quelle: AWS, „Announcing consumption-based pricing for short-term memory in Amazon Bedrock AgentCore“ — https://aws.amazon.com/about-aws/whats-new/2026/10/agentcore-memory-consumption-based-pricing