OpenAI erhöht Bug-Bounty: kritische Lücken in ChatGPT, Codex und API bis 30.000 Dollar
OpenAI hat die Prämien seines Security-Bug-Bounty-Programms angehoben. Nach Angaben des Unternehmens wird die Mitte der Prämienspannen für mittlere, hohe und kritische Funde im Durchschnitt mehr als vervierfacht. Eine kritische Lücke in einem Kernprodukt, als solche nennt OpenAI ChatGPT, Codex und die API-Plattform, bringt nun bis zu 30.000 Dollar. Außergewöhnliche kritische Funde in diesen Zielen bleiben mit bis zu 100.000 Dollar dotiert, mit Boni mit bis zu 172.000 Dollar.
Neu sind drei Bonusmechanismen. Ein Qualitätsmultiplikator belohnt Meldungen mit einem verlässlichen Proof of Concept, der den Fehler eingrenzt, die Ausnutzbarkeit zeigt und die Auswirkung belegt. Ein fünfstufiges Treueprogramm staffelt Boni für Forscher, die wiederholt melden. Und Prioritätskampagnen setzen für kurze Zeit eigene Bonustöpfe auf neu eingeführte Funktionen. In OpenAIs eigenem Rechenbeispiel wird eine Kontoübernahme per Klick mit 30.000 Dollar mit 1,15 für Qualität, 1,30 für eine Kampagne und 1,15 für die höchste Treuestufe multipliziert.
Bereits eingereichte, noch nicht vergütete Meldungen werden nach den neuen Spannen bewertet; auch Prämien aus den 30 Tagen vor der Ankündigung will das Unternehmen anpassen. OpenAI beschreibt das Programm als Ergänzung zur internen Arbeit, bei der Ingenieure mit den eigenen Modellen Schwachstellen finden, nachstellen und Korrekturen testen.

Was das bedeutet
Für Forscher ändert sich vor allem, dass der Bericht selbst Geld wert ist: Ein sauberer, eingegrenzter Proof of Concept wird als Multiplikator bezahlt. Für Teams, die auf der API aufbauen, ist die Liste der Kernprodukte das Signal, denn dort zahlt OpenAI jetzt am meisten dafür, Probleme zuerst zu finden.