AWS Security Hub erhält ein organisationsweites SBOM-Inventar aus Daten von Amazon Inspector
AWS hat am 6. November angekündigt, dass AWS Security Hub nun ein Inventar als Software Bill of Materials bietet, eine laufend aktualisierte, organisationsweite Sicht auf die Softwarepakete und Anwendungen, die auf Rechenressourcen installiert sind.
Security Hub baut das Inventar aus den SBOMs, die Amazon Inspector ohnehin für Amazon-EC2-Instanzen, Amazon-ECR-Container-Images und AWS-Lambda-Funktionen erzeugt, ohne zusätzliche Konfiguration. Die SBOM-Seite listet jedes Paket mit Version, Typ und der Zahl der Ressourcen, auf denen es installiert ist; die Liste lässt sich nach Paketmerkmalen, Konto und Region filtern und gruppieren. Auf der Detailseite einer Ressource zeigt der Reiter Installed software jedes Paket dieser Ressource, laut AWS als Kontext, um Funktion und Kritikalität beim Bearbeiten eines Befunds einzuschätzen. Abfragen sind auch über die Security-Hub-API möglich.
Die Funktion ist in Security Hub Essentials ohne Aufpreis enthalten. Sie braucht keine Aktivierung und füllt sich überall dort, wo Amazon Inspector aktiv ist; Konten ohne Inspector sehen eine leere Seite. Verfügbar ist sie in allen AWS-Regionen mit Security Hub.

Was das bedeutet
Nach jeder neuen Schwachstelle in einer Bibliothek lautet die Frage, wo das Paket läuft. Ein Inventar nach Paket, gezählt nach Ressource, beantwortet das über Konten hinweg mit einer Abfrage, sofern Inspector überall eingeschaltet ist, wo er gebraucht wird.