Django verabschiedet DEP 19 und schreibt seine technische Governance neu
Der Steering Council von Django und das DSF-Board haben DEP 19 angenommen, den Vorschlag, der die neue technische Governance des Projekts umsetzt. Die Mitteilung vom 22. September 2026 von Tim Schilling und dem Steering Council haelt fest, dass die Arbeit zwei verschiedene DSF-Boards und Dutzende Beteiligte aus der Community umfasste.
Die erklaerte Richtung ist Subtraktion. Das Projekt beschreibt die Aenderung als erneute Betrachtung der technischen Governance, bei der vereinfacht und reduziert wurde, mit dem ausdruecklichen Ziel, die Struktur fuer mehr Menschen zugaenglich zu machen.
Hervorgehoben werden die neuen Eignungskriterien fuer den Steering Council: ein bewusst breites Spektrum an Eigenschaften, die ein Mitglied mitbringen kann, so formuliert, dass sich Mitglieder der Community als geeignet erkennen und zur Wahl antreten.
Es folgt Dokumentationsarbeit. Die Repositories von Django und djangoproject.com sollen aktualisiert werden, danach geht der DEP in seinen finalen Zustand und Ordner ueber.

Was das bedeutet
Governance-Aenderungen in reifen Projekten fuegen meist Prozess hinzu. Diese wird als Abbau praesentiert, und begruendet wird sie mit Nachwuchs statt mit Ordnung — ein Gremium, zu dem sich niemand berechtigt fuehlt, hat ein Nachfolgeproblem, lange bevor es ein Prozessproblem hat.
Ob der Kriterientext das leistet, entscheidet die Annahme nicht. Breite Kriterien senken die Huerde zur Kandidatur, erschweren es einem moeglichen Kandidaten aber auch einzuschaetzen, ob er sie erfuellt. Sichtbar wird der Effekt erst daran, wer auf dem naechsten Wahlzettel steht. Das ist die Messung, fuer die man wiederkommt.