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Quarkus 4.0 Beta1 bringt HTTP/3 und io_uring, final im November

Das Quarkus-Team hat 4.0.0.Beta1 veröffentlicht, die erste Beta der nächsten Hauptversion des Frameworks. Die finale Version ist für Ende November geplant, und das Team bittet jetzt um zweierlei: Extension-Entwickler sollen ihre Erweiterungen migrieren, Nutzer ihre Anwendungen testen und Probleme melden.

Die Ankündigung nennt die wichtigsten Änderungen. Quarkus 4 wechselt auf eine neue Java-Basisversion, die laut Team virtuelle Threads zentraler macht, und auf ein neues Fundament für die Netzwerkschicht. QUIC wird als neue Grundlage verteilter Systeme beschrieben – mit HTTP/3, MQTT über QUIC und WebTransport –, und HTTP/3 lässt sich optional einschalten, mit automatisch erzeugten Zertifikaten im Dev- und Testmodus. Anwendungen können für bessere Nebenläufigkeit epoll oder io_uring nutzen, auch in nativen Executables.

Für Observability erzeugen eine Annotation @Observed oder eine programmatische API Metriken und Traces, kompatibel mit Micrometer und OpenTelemetry, und die Dev UI erhält im Dev-Modus einen eingebauten Bereich für Observability. Hinzu kommen JSON Merge Patch, eine neue Multipart-API sowie die Integration der neuen Hauptversion von Hibernate mit Jakarta Persistence 4.0 und Jakarta Data 1.1. Für Messaging gibt es eine eigene JMS-Erweiterung, kompatibel zu Spring JMS, Pooled JMS und IronJacamar, sowie verbesserte Kafka-Transaktionen.

Es gibt einen Migrationsleitfaden; das Team warnt, er sei umfangreicher als bei den üblichen Minor-Versionen. Extension-Maintainern wird geraten, jetzt zu beginnen, Hilfe gibt es auf Zulip.

Die Beta erscheint einen Tag, nachdem Quarkus 3.40 zur aktuellen LTS-Linie mit zwölf Monaten Support wurde – Teams haben also einen stabilen Zweig, während sie den neuen testen.

Quarkus 4.0 Beta1 bringt HTTP/3 und io_uring, final im November
Quarkus 4.0 Beta1 bringt HTTP/3 und io_uring, final im November — Dev News Daily

Warum das wichtig ist

Eine Hauptversion mit neuer Java-Basis, neuer Netzwerkschicht und neuer Hibernate-Generation ist ein Migrationsprojekt, kein Versionssprung einer Abhängigkeit. Zwei Monate von der ersten Beta bis zur finalen Version sind knapp – gerade die Teams mit eigenen Erweiterungen, bei denen Probleme am wahrscheinlichsten sind, haben die wenigste Zeit, sie zu finden.

Geschrieben von Victoria Shinder.