KDE bekommt Kwi, einen neuen GPU-gerenderten Terminal-Emulator auf Basis von libghostty-vt
Ein KDE-Entwickler hat am 1. November einen neuen Terminal-Emulator für Plasma und andere freie Desktops vorgestellt: Kwi, gesprochen kwie. Der Name geht auf gwisin zurück, eine romanisierte Form des koreanischen Wortes für Geist; daher zeigt das Symbol einen kleinen Terminal-Geist.
Das Parsen und den Zustand des Terminals übernimmt Kwi von libghostty-vt, der Bibliothek ohne Oberfläche aus dem Ghostty-Projekt; der Rest baut auf KDE Frameworks wie KPty auf. Gerendert wird über den Qt Scene Graph mit Vulkan oder OpenGL, die Oberfläche nutzt Kirigami. Das ist der wesentliche Unterschied zu Konsole, das an den älteren QWidget-Stack gebunden ist und auf der CPU rendert. Der Autor meldet je nach Benchmark 3- bis 35-mal schnellere Werte als Konsole, in einem Test 870 statt 23 Bilder pro Sekunde, und erwartet zudem einen geringeren Akkuverbrauch.
Der Beitrag beschreibt Kwi als jung: Der Funktionsumfang ist kleiner als bei Konsole und soll entlang der KDE-Gestaltungsrichtlinien langsam wachsen. Die zugrunde liegende Bibliothek hat noch keine stabile ABI und API zugesagt; eine stabile Version 1.0 erwartet der Beitrag in vier bis sechs Monaten.

Was das bedeutet
Kwi ersetzt Konsole heute nicht und beansprucht das auch nicht. Es zeigt aber, dass ein weiteres Desktop-Projekt auf libghostty-vt aufbaut, statt einen eigenen Terminal-Kern zu schreiben, und genau dafür wurde die Bibliothek entworfen.