Microsoft baut C# Dev Kit 11 als einen Native-AOT-Prozess: Aspire-Datei in 0,47 s statt 84 s bereit
Microsoft hat C# Dev Kit 11.0 am 6. Oktober im .NET Blog vorgestellt. Die VS-Code-Erweiterung wurde im Rahmen von .NET 11 neu aufgebaut, und ihre Versionsnummer folgt nun .NET: Die vorige Version war 3.3.
Was sich darunter ändert. Sechs verwaltete Prozesse, die jeweils starten, laden und sich verbinden mussten, bevor sie eine Frage zum Code beantworten konnten, wurden zu einem Server zusammengelegt, der mit Native AOT vorab kompiliert ist. Projektdaten werden nun gecacht: Das erste Laden baut den Cache, spätere Ladevorgänge lesen ihn. Werden die Cache-Dateien eingecheckt, bekommen frische Klone und neue Git-Worktrees sofort schnelle Unterstützung – laut Beitrag hilfreich bei der Arbeit mit Agenten. Außerdem lädt die Erweiterung zuerst die bearbeitete Datei und den Rest im Hintergrund.

Microsofts Messungen.
- Aspire (407 Projekte): Sprachunterstützung in der aktiven Datei nach 0,47 s statt bis zu 84,1 s; gesamte Solution nach 3,0 s statt 84,1 s.
- Orleans (155 Projekte): aktive Datei nach 0,53 s statt bis zu 50,3 s; gesamte Solution nach 2,3 s statt 50,3 s.
- Speicher des Dev-Kit-Serverprozesses: rund 84 % weniger bei Orleans, 81 % bei Roslyn und 85 % bei Aspire. Der Roslyn-Sprachdienst und VS Code selbst sind nicht enthalten und laut Beitrag weitgehend unverändert.
Inkrementelle Builds erhalten schnellere Up-to-date-Prüfungen und Build Acceleration, die Visual Studio bereits hatte. Die Gewinne hängen laut Beitrag von der Struktur der Solution ab.
Neue Funktionen. Bearbeitungsunterstützung für .csproj-, .props- und .targets-Dateien mit Vervollständigung von Paketnamen und Versionen sowie einer CodeLens, die neuere und verwundbare Paketversionen markiert; dazu ein „C# Doctor“, der Ursachen von Ladefehlern wie fehlende SDKs oder fehlgeschlagene Restores an einer Stelle sammelt.