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pgAdmin 4 v9.19 behebt 15 Schwachstellen, die meisten im Servermodus

Das pgAdmin-Entwicklungsteam hat am 31. Oktober pgAdmin 4 Version 9.19 veröffentlicht, mit 136 Fehlerkorrekturen und neuen Funktionen, darunter Korrekturen für 15 Sicherheitslücken mit den Nummern CVE-2026-116238 bis CVE-2026-116252.

Die meisten Sicherheitskorrekturen betreffen den Servermodus, in dem eine pgAdmin-Instanz viele Nutzer bedient. Sie verhindern, dass libpq auf Passwortdatei, Client-Zertifikat und Kerberos-Anmeldedaten des pgAdmin-Dienstkontos zurückgreift, dass SSH-Tunnel die SSH-Identität des Dienstkontos verwenden, dass Pfade von Verbindungsdateien das Speicherverzeichnis eines Nutzers verlassen und so die Anmeldedaten eines anderen nutzbar machen, und dass Server-Passwörter in der Prozessumgebung von pgAdmin liegen bleiben. LDAP- und Kerberos-Anmeldungen konnten einen Nutzer in ein anderes Konto mit gleichem Benutzernamen führen, einschließlich des ersten Administrators (CVE-2026-116239), und die Sperre nach Fehlversuchen sowie Passwortprüfungen ließen sich über Flask-Securitys eigene Views umgehen (CVE-2026-116238). Das Import/Export-Werkzeug hatte eine Befehlsinjektion auf Betriebssystemebene, die eine frühere, unvollständige Korrektur von CVE-2026-17566 vervollständigt (CVE-2026-116241).

Zwei Änderungen erfordern beim Update Handarbeit. Frei eingegebene Password-Exec-Befehle im Servermodus werden durch eine vom Administrator definierte Allowlist ersetzt, SERVER_PASSEXEC_COMMANDS, deren Befehle ohne Shell laufen; sie sollte vor dem ersten Start nach dem Update konfiguriert sein. Verbindungsdienste im Servermodus sind ebenso auf eine Allowlist beschränkt, SERVER_MODE_ALLOWED_SERVICES. Zu den neuen Funktionen zählen ein Statistics-Knoten für erweiterte Statistiken, das Bearbeiten über einfache automatisch aktualisierbare Views und das Speichern von Abfrageergebnissen als JSON oder XML.

pgAdmin 4 v9.19 behebt 15 Schwachstellen, die meisten im Servermodus
pgAdmin 4 v9.19 behebt 15 Schwachstellen, die meisten im Servermodus — Dev News Daily

Was das bedeutet

Der rote Faden der Korrekturen im Servermodus ist eine Identität, die vom Prozess zum Nutzer durchsickert: Anmeldedaten des Kontos, unter dem pgAdmin läuft, waren für den angemeldeten Nutzer erreichbar. Eine Desktop-Installation betrifft das kaum, eine gemeinsam genutzte Instanz ist das Ziel. Dort lohnt es sich, das Update jetzt einzuplanen und die beiden Allowlists vorher anzulegen, denn ein fehlendes SERVER_PASSEXEC_COMMANDS ist genau die Art Änderung, die sich am Montagmorgen als kaputte Anmeldung zeigt.