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openSUSE Leap 16.1 integriert Leap Micro als Immutable Mode, bringt Plasma 6.6 und Python 3.14

Das openSUSE-Projekt hat Leap 16.1 veröffentlicht, die erste Unterversion der Leap-16-Reihe. Die wichtigste Änderung ist struktureller Art: Die unveränderliche Server-Distribution Leap Micro wird als Immutable Mode Teil von Leap selbst. Nutzer starten das normale Installationsabbild und wählen den Modus im Installer Agama. Ein Leap Micro 6.3 oder 7.0 wird es laut Projekt nicht geben.

Im Immutable Mode ist das Root-Dateisystem schreibgeschützt, Aktualisierungen laufen transaktional. Jedes Update mit transactional-update legt einen neuen Snapshot an, ein einziger Befehl setzt ihn zurück. Zusätzliche Software kommt über Container mit Podman oder Distrobox oder auf dem Desktop über Flatpak. Die vorkonfigurierten Leap-Micro-Abbilder bleiben verfügbar, darunter Images für KVM/Xen, Hyper-V, VMware, Harvester und die Cloud; Systeme mit Leap Micro 6.2 lassen sich mit dem openSUSE Migration Tool umziehen, einem Weg, den das Projekt noch als experimentell bezeichnet.

Der Kern bleibt bei Linux 6.12, systemd 257 und glibc 2.40. KDE wechselt von Plasma 6.4 auf 6.6 mit Qt 6.11, GNOME bleibt bei Version 48 mit Fehlerkorrekturen, LXQt geht auf 2.4. Entwickler erhalten Python 3.14 neben dem Standard 3.13, LLVM 21, PHP 8.5.12, MariaDB 12.3 und PostgreSQL 18; bei der Virtualisierung geht es auf QEMU 11.0 und libvirt 12.4, bei Containern auf Podman 5.8. Mindest-CPU bleibt x86-64-v2, SELinux das Standard-Sicherheitsmodul.

In der Ankündigung hieß es zunächst, Leap 16.1 sei am selben Tag wie SUSE Linux Enterprise Server 16.1 erschienen. Das Projekt hat dies inzwischen korrigiert: SLES 16.1 wird für diesen Monat erwartet. Jährliche Unterversionen sind bis Leap 16.6 im Jahr 2031 geplant.

openSUSE Leap 16.1 integriert Leap Micro als Immutable Mode, bringt Plasma 6.6 und Python 3.14
openSUSE Leap 16.1 integriert Leap Micro als Immutable Mode, bringt Plasma 6.6 und Python 3.14 — Dev News Daily

Was das bedeutet

Wer Leap Micro betreibt, steht jetzt vor einer Migration und nicht vor dem Warten auf die nächste Micro-Version. Eine Version und ein Lebenszyklus für klassische und unveränderliche Installationen heißen auch: nur noch ein Update-Strom, den man verfolgen muss.

Geschrieben von Victoria Shinder.