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Raspberry Pi Desktop für PC und Mac kehrt zurück: 64-Bit-Debian Trixie und Connect-Client

Raspberry Pi hat am 6. Oktober eine aktualisierte Version von Raspberry Pi Desktop für PC und Mac veröffentlicht, gebaut auf Debian Trixie. Die bisher auf der Website angebotene Version basierte auf Debian Bullseye; das Team sei schlicht „zu beschäftigt“ gewesen, neuere Versionen zu veröffentlichen, schreibt das Unternehmen, während pro Woche zwei bis drei E-Mails mit der Frage danach eingingen.

Raspberry Pi Desktop für PC und Mac kehrt zurück: 64-Bit-Debian Trixie und Connect-Client
Raspberry Pi Desktop für PC und Mac kehrt zurück: 64-Bit-Debian Trixie und Connect-Client — Dev News Daily

Was sich ändert.

  • Nur noch 64 Bit. Das Image basiert jetzt auf Debian für amd64 statt auf der älteren 32-Bit-Version, weil Debian 32 Bit auf PCs nicht mehr unterstützt. Laut Raspberry Pi laufen die meisten PCs der vergangenen rund 15 Jahre und die meisten Intel-Macs damit. Macs mit Apple Silicon nicht: Die Debian-Unterstützung dort ist noch experimentell.
  • Aktueller Desktop. Enthalten sind die neuesten Änderungen am Desktop, etwa das Control Centre und das neue Dock.
  • Raspberry Pi Connect. Der Connect-Client ist dabei, sodass sich ein PC oder Mac mit dem Desktop wie ein Raspberry Pi über die Connect-Website per Bildschirmfreigabe oder Remote-Terminal erreichen lässt. Einziger Unterschied: Auf dem PC vergibt man bei der Einrichtung einen Gerätenamen, weil es keine eindeutige Raspberry-Pi-Hardware-ID gibt.

So startet man es. Der Download ist ein Live-Debian-Image. Die .iso-Datei auf einen USB-Stick schreiben, davon booten und „run with persistence“ wählen, damit Änderungen auf dem Stick gespeichert werden; im selben Menü lässt sich die Persistenz zurücksetzen. Zur Installation auf der internen Festplatte startet man den Installer Calamares über die Desktop-Verknüpfung oder unter System Tools im Hauptmenü.

Der Beitrag erzählt auch die Vorgeschichte: Die erste Version lag 2016 als bootfähige DVD dem Magazin The MagPi bei, die erste installierbare Version folgte 2017. Raspberry Pi verdiene sein Geld mit Hardware und habe für die Software nie etwas verlangt – deshalb sei die PC-Version immer wieder liegen geblieben.