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dotnetup als Vorschau: Toolchain-Manager für .NET-SDKs und -Runtimes im Nutzerkonto

Microsoft hat eine öffentliche Vorschau von dotnetup veröffentlicht – einen Toolchain-Manager, der .NET-SDKs und -Runtimes direkt im Benutzerkonto installiert, verwaltet und aktualisiert. Der Beitrag im .NET-Blog vergleicht ihn mit rustup für Rust und nvm für Node.

Warum ein neuer Installer. Auf macOS und Linux musste man sich laut Beitrag bisher zwischen Paketmanagern wie apt oder brew, plattformspezifischen Tarballs und Skripten wie dotnet-install.sh entscheiden. Diese Wege kollidierten oft mit Administratorrechten, verteilten Dateien über Systemverzeichnisse und machten den Parallelbetrieb mehrerer Runtime-Versionen umständlicher als nötig. Als Ziele für dotnetup nennt Microsoft dieselben Befehle auf allen Plattformen, keine erhöhten Rechte (alles liegt in Ordnern des Nutzers), parallele Installationen von Servicing-Versionen, Previews und täglichen Builds, das Verfolgen einer Hauptversion oder eines Feature-Bands statt exakter Versionen sowie die Beachtung von global.json, damit Team-Builds reproduzierbar bleiben.

Einstieg. Unter macOS und Linux wird ein Bootstrap-Skript an die Shell übergeben (curl -fsSL https://aka.ms/dotnetup/get-dotnetup.sh | bash oder zsh), unter Windows das PowerShell-Pendant irm https://aka.ms/dotnetup/get-dotnetup.ps1 | iex. Ein Init-Schritt richtet danach das Shell-Profil ein, sodass dotnet in neuen Terminalsitzungen bereitsteht, und lädt das neueste stabile SDK.

dotnetup als Vorschau: Toolchain-Manager für .NET-SDKs und -Runtimes im Nutzerkonto
dotnetup als Vorschau: Toolchain-Manager für .NET-SDKs und -Runtimes im Nutzerkonto — Dev News Daily

Monatliches Servicing. Ein einziger Update-Befehl löst die verfolgten SDK- und Runtime-Kanäle neu auf und installiert die jeweils neuesten passenden Versionen. Im Beispiel des Beitrags folgt ein Kanal 10.0 den Updates innerhalb von .NET 10, latest dagegen dem neuesten stabilen SDK einschließlich neuer Hauptversionen; eine exakte Angabe wie 10.0.3 bleibt fest. Einzelne Runtime-Varianten lassen sich gezielt ansprechen, etwa mit dotnetup runtime install aspnetcore@10.0. Nach einem erfolgreichen Update entfernt dotnetup Komponenten, die keine verbliebene Anforderung mehr braucht. Der Beitrag erinnert daran, dass ein aktualisierter Entwicklerrechner bereits ausgelieferte, eigenständige Anwendungen nicht patcht; sie müssen mit der neuen Runtime neu veröffentlicht werden.

Previews und Nightlies. dotnetup sdk install preview installiert ein Preview-SDK neben dem stabilen, dotnetup runtime install daily oder dotnetup sdk install daily holt den neuesten täglichen Build, um eine Korrektur zu prüfen – statt, wie es im Beitrag heißt, Tarballs zu suchen und Umgebungsvariablen von Hand zu setzen.

Im Vergleich zu den Installationsskripten. Microsoft räumt ein, dass sich das meiste auch mit dotnet-install.sh/.ps1 erledigen lässt, und nennt, was dort fehlt: die Verwaltung installierter SDKs und Runtimes, die Prüfung von Signaturen und Prüfsummen, schnellere Installation mehrerer Versionen und eine einheitliche CLI auf allen Plattformen. dotnetup braucht weder sudo noch root und eignet sich laut Microsoft für containerisierte oder kurzlebige CI-Worker. Auf der Roadmap stehen die Verwaltung systemweiter Installationen unter Windows, die Einbindung in GitHub Actions und Azure DevOps – möglichst als Ersatz für Teile, die heute auf den Installationsskripten beruhen – und Agent-Skills, damit automatisierte Assistenten standardmäßig zu dem Werkzeug greifen. Rückmeldungen nimmt das Team in den dotnet/sdk-Diskussionen auf GitHub entgegen.

Quelle: .NET Blog, „Introducing dotnetup: A toolchain manager for .NET“ — https://devblogs.microsoft.com/dotnet/introducing-dotnetup/

Geschrieben von Victoria Shinder.