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postmarketOS heißt jetzt Nura, nach anderthalb Jahren Namenssuche

Die mobile Linux-Distribution postmarketOS hat einen neuen Namen: Nura. Das Projekt verkündete ihn am 27. September im sogenannten Mystery Talk seiner eigenen Konferenz, nach einem Auswahlverfahren, das laut Projekt seit der ersten Ankündigung einer Umbenennung im März 2025 anderthalb Jahre gedauert hat.

Nura ist die Kurzform von Nuraghe, den Steintürmen, die ab etwa 3000 vor Christus auf Sardinien gebaut wurden und von denen viele bis heute stehen. Das Projekt verbindet den Namen mit seinem Grundgedanken, Geräte lange nutzbar zu halten. Der Vorschlag stammt von Davide Depau aus dem Aufruf an die Community.

Für den Abschied vom alten Namen nennt das Projekt drei Gründe. Er war lang und in vielen Sprachen schwer auszusprechen, was die Öffentlichkeitsarbeit erschwerte. Die Schreibweise mit kleinem p und m und großem OS wurde auf viele Arten wiedergegeben. Und er war beschreibend, was den Anspruch des Projekts einengte und eine Eintragung als Marke unmöglich machte. Für Nura ist bereits eine Marke angemeldet; damit will das Team gegen betrügerische oder zweckwidrige Verwendungen des Namens vorgehen können. Das Logo bleibt.

Die neue Adresse lautet nura.eco statt einer .org-Domain. Nura.org gehört laut Projekt einem Inhaber, der nicht zu einem vernünftigen Preis verkaufen wollte; inzwischen gefällt dem Team die .eco-Domain besser, deren Regeln Greenwashing verhindern sollen.

postmarketOS heißt jetzt Nura, nach anderthalb Jahren Namenssuche
postmarketOS heißt jetzt Nura, nach anderthalb Jahren Namenssuche — Dev News Daily

Was das bedeutet

Technisch ändert sich für Nutzer vorerst nichts, doch Paketnamen, Dokumentationslinks und Suchgewohnheiten brauchen Zeit, um nachzuziehen. Der praktische Kern ist die Marke: Mit einem beschreibenden Namen konnte das Projekt niemanden daran hindern, ein Gerät oder Image unter diesem Namen zu vertreiben, mit einer eingetragenen Marke kann es das.

Geschrieben von Victoria Shinder.